Geschichte
Ende des 19. Jahrhundert entschied die Königliche Eisenbahndirektion Elberfeld in Ihrem Bezirk eine eigene Hauptwerkstätte für die Lokomotivreparatur zu errichten, da bisher mitbenutzten Kapazitäten der Hauptwerkstätte Witten bei weitem nicht mehr ausreichten. Nachdem mehrere Standorte verworfen worden waren, gab neben der günstigen Lage Opadens im Bahnnetz letztlich das Angebot der Opladener Stadtverordnetenversammlung, die benötigte Fläche preisgünstig zur Verfügung zu stellen, den Ausschlag für den Standort Opladen.
Das Ausbesserungswerk wurde in dreijähriger Bauzeit errichtet und am 1.November 1903 offiziell eröffnet.
Die Entwicklung des ehemals eher ländlichen Opladen wurde durch die Ansiedlung der Hauptwerkstätte der preußischen Staatseisenbahn wesentlich geprägt.
Der Wasserturm ist eines der wenigen Gebäude, die als Ursprungsbauten erhalten geblieben sind. Der historische Bau ist ein wichtiges Bestandteil des ehemaligen AW`s.
Er wurde 1903 auf einer Grundfläche von 130qm errichtet und hat eine Höhe von 25m. Der Turm hat fünf Etagen, darüber befindet sich der Tank ein sogenannter Intzebehälter mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern. ( Professor Ing.Otto Intze 1843-1904 )
Der Turm bekam seine Wasserzufuhr zuerst über zwei Brunnen auf dem Werksgelände. Bald reichte dies aber nicht mehr und es wurde auf Wasser aus den städtischen Leitungen zurückgegriffen. Im Innenturm des Wasserturmes befand sich eine Badeanstalt mit Duschen und Wannen für die Mitarbeiter.
Die Decken bestehen aus massiv ausgebildeten Kappendecken zwischen Stahlträgern. Erschlossen werden die einzelnen Etagen über eine an der Außenwand entlang gewendelten Treppe aus Basaltlava- Blockstufen mit genieteten Metallgeändern.
Im Benehmen vom 10.06.2008 mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege ist der Wasserturm ein Baudenkmal im Sinne des §2 DSchG NRW.
Gemäß Gutachten zum Denkmalwert vom 20.05.2009 besteht ein öffentliches Interesse am Erhalt des Wasserturmes.






